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4. Osiječki Hervis Polumaraton – 13.4.2008

April 13, 2008 · 3 Kommentare

Heute gibt’s gleich mehrere Dinge, ueber die mich sehr freue:

1. meine Familie ist dabei und wir verbinden mein Hobby mit einem Familienausflug nach Osijek. Osijek liegt etwa 280 Strassen-km oestlich von Zagreb, das entspricht etwa 2,5 Stunden Fahrzeit (bis auf die letzten 35km verlaeuft die Strecke auf neuer und wenig befahrener Autobahn).

2. Wir waren noch nicht in Osijek und  schauen uns nun auch mal etwas vom Osten Kroatiens an. 

3. Ich kann den Halbmarathon nutzen, um mein Marathon-Tempo “zu ueben und zu kontrollieren”. Ich werde also heute mal wieder nicht ganz Vollgas geben.

Frueh ist es losgegangen heute morgen: um 6:25 sind wir losgefahren. Waehrend der Fahrt hat sich der Nebel langsam verzogen und von ein paar Regentropfen war dann in Osijek auch nichts mehr zu sehen. Im Gegenteil, die Sonne kam raus und blieb dann auch bis zum Abend. Da die Autobahn frei war frei, sind wir schnell durchgekommen. Leidiglich zwei kleine Pausen haben wir eingelegt.

Osijek ist als Haupstadt Slawoniens nicht sehr gross, so dass wir schnell das Zentrum ausmachen und einen Parkplatz belegen konnten. Nun hatte ich noch etwa 30min Zeit, mich als Starter zu registrieren, das reicht locker.

 

Am Hauptplatz angekommen, treffen wir auch gleich ein paar Vereinskollegen und machen noch ein Gruppenbild kurz vorm Start:

Wir stellen uns beim Start auf und die kroatischen Nationalhymne ertoent, das hatte ich vorher auch noch nicht.

Meine Vorgabe von heute lautet: Marathon-Tempo! Also 4:15 min/km, die letzten 2-3 km dann ruhig etwas schneller. Bin mal gespannt. Am Anfang, wie – denke ich – jedes Mal, tu ich mich etwas schwer, mein Tempo konstant zu halten. Weitere Dinge, die mich von meiner idealen Marathon-Durchschnittgeschwindigkeit ablenken/abhalten, sind 6 Brueckenueberquerungen, mal schmale, mal breite Pfade, mal Asphalt, mal Rasen/Feldweg-Untergrund, schlechte km-Ausschilderung, Gegenwind, Rueckenwind und dass ich nah bei meinen Kollegen laufe, mal davor, mal danach.

Hmm, also insgesamt immer wieder Geschwindigkeitsschwankungen zwischen 4:05 und 4:25. Das hab’ ich wohl nicht so gut hinbekommen heute. Allerdings wird das naechste Woche in Bonn besser funktionieren, da ich mich an dem 3:00:00-Tempomacher/Einbremser orientieren kann. Allerdings gehe ich im Moment davon aus, dass die in der Lage sind, eine konstante Geschwindigkeit zu laufen. Fuer den Fall, dass das nicht klappt, nehm ich mir eine Marschtabelle mit, dann brauche ich unterwegs nicht soviel zu rechnen, wenn ich an den Kilometer”steinen” vorbeikomme ;-) .

Nun zurueck nach Osijek, ich bin ja noch nicht im Ziel! Bin ich ueberhaupt schon losgelaufen? Zunaechst einmal muss ich bemerken, dass mir hier jegliche Anfangsnervositaet fehlt, wahrscheinlich weil ich weiss, dass ich nicht volles Tempo laufe werde. Naechste Woche in Bonn wird das sicher anders (dann muss auch vor dem Start irgendwo eine Toilette in der Naehe sein – nervoeser Magen vor dem Start;-).
Nach der Nationalhymne gehts auch gleich los, wie immer dauerts ein paar hundert Meter, bis ich frei laufen kann, ohne staendig auf Vorderfuesse achten zu muessen. Mein angenehmes Ziel-Tempo habe ich dann auch schnell gefunden (naja, mit ein paar Abstrichen bei der Konstanz). Nach kurzer Zeit bemerke ich, dass Božo, Zlatko und Robert direkt hinter mir laufen. Das bleibt auch so auf den naechsten 6km, also etwa fuer eine Runde des 3-Runden-Kurses (mit den beiden “Anschlussstuecken” vom Start und zum Ziel kommt man dann auf die 21,097km). Božo “jammert” leicht rum, er scheint heute einen schlechten Tag zu haben. Dann ziehen Robert und Zlatko an mir langsam vorbei, ich bleibe dran. Als Janko uns auf einem Teilstueck entgegenkommt, feuert er uns nocheinmal an und ich ziehe das Tempo automatisch an. So lasse ich Robert und Zlatko wieder hinter mir. Božo scheint’s auch wieder besser zu gehen, er kann dranbleiben.

Nach 1:28:49 laufe ich ins Ziel ein. Mein vierter Halbmarathon in Folge unter 1:30:00.

  

Kurze Zeit spaeter folgen Robert, Zlatko und Božo – alle unter 1:30:00. Hat heute richtig Spass gemacht!

Das nehme ich mir fuer den Bonn-Marathon vor: nochmal 1 Minute langsamer sein auf der ersten Haelfte – das sind immerhin 3 Sekunden pro km. Das mag zwar sehr detailliert klingen, aber das kann am Ende dann entscheidend sein, wenn ich auf den letzten 2-3 Kilometern noch die letzten Koerner mobilisieren will. Das wird spannend – und schon jetzte fuehle ich leichte Nervositaet, wenn ich an den Marathon denke! 

Statistik
Distanz: 21,1 km
Dauer: 1:28:49
avrgHF: 167
innerhalb M40: Platz 9 von 23
insgesamt Platz 46 von 159

Ergebnisliste: osijek08.pdf

Herzfrequenz und Tempo:

Kategorien: Halbmarathon
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3 Antworten bis hierher ↓

  • michi // April 15, 2008 um 5:06 | Antworten

    Ganz schön flott für nicht voll gelaufen und wieder ein Z. hinter Dir gelassen. Sehr schön.
    Dass Du leicht nervös bist, kann ich gut nachvollziehen ;-)

    Ist das die neue Polar Software die Du da zur Auswertung nutzt? Ich habe die als Testversion, nutze aber trotzdem noch die alte. Ist die neue besser, gibt es positive Änderungen? So schnell ist mir da, außer das die Bildchen, wie Deines oben, bunter sind, noch nicht aufgefallen.

  • Bodo // April 15, 2008 um 8:14 | Antworten

    Hallo michi,
    ob das die neue Polar-Software ist, kann ich gar nicht sagen, denn ich kenne nur diese eine Version: Polar ProTrainer V5.
    Dass das Bildchen so bunt ist, liegt einfach nur daran, dass ich als Hintergrund fuer das Diagramm definierbare Herzfrequenzbereiche darstellen kann.
    Freut mich uebrigens sehr, dass Du hier haeufiger vorbeischaust. Danke.
    Bodo

  • michi // April 19, 2008 um 12:57 | Antworten

    Wahrscheinlich schon zu spät, aber: Viel Glück für Morgen in Bonn.

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