www.bodo-laeuft.de

Beiträge vom April 2008

Kros liga 2008 (10. kolo) - 29.4.2008

April 29, 2008 · Keine Kommentare

Wie schon erwaehnt, wird die Kros Liga, bestehend aus 26 Laeufen,  4geteilt: Die ersten 8 Fruehlingslaeufe finden auf dem Deich der Sava statt, die dann folgenden 8 (Laeufe 9-16) im Maksimir Park. Im Herbst folgen dann noch 2×5 Laeufe, die ersten wieder im Maksimir-Park die letzten 5 wieder auf’m Deich.

Heute gibts nun den zweiten Lauf im Maksimir-Park (Nr. 10). Auf der Kurzstrecke (die laufe ich), werden 2 Runden gelaufen, bei der langen Strecke sind’s 4 Runden. Während des ersten Laufs hier im Maksimir letzte Woche war ich auf einer Eltern-Lehrer-Konferenz in Bjarne’s Schule und konnte nicht starten. Heute ist fuer mich Premiere hier!

Zusammen mit Pinky geht’s auf die Aufwaermrunde und dummerweise quatschen wir uns irgendwie fest, achten nicht auf die Uhrzeit und schaffen es gerade noch puenktlich zum Start. Wir sind schon jetzt etwas ausgepowert, auf dem letzten Kilometer mussten wir ganz schön Gas geben - so’n Mist ;-). Kurze Pause, da geht’s auch schon los…

Ich halte mich an Željko, denn ihn gilt es zu schlagen, er koennte mir am Ende des Jahres den dritten Platz in der M40 streitig machen. Und da passiert’s: gerade denke ich noch, dass ich meine Schuhe nicht mit einem Doppelknoten zugemacht habe und schon geht der linke Schuh auf. Ein paar Meter laufe ich noch, aber dann Stop, Schuh schnueren und weiter geht’s: 7 Sekunden weg (die koennen entscheidend sein auf dieser Kurzstrecke, die auch einige Hoehenmeter hat). Mal sehen, wie ich die erste Runde rumbringe, zumindest komme ich nicht entscheidend an Željko ran. Ich merke, wie sich meine Waden verhaerten - ist nicht angenehm zu laufen - der Marathon steckt noch in meinen Muskeln und evtl. auch ein wenig der Wiener Halbmarathon. In der zweiten Runde ueberholt mich Pinky an der zweiten Steigung. Auf dem letzten flachen Stueck von etwa 400m Laenge kann ich ihn allerdings wieder hinter mir lassen und komme auch Stueck fuer Stueck naeher an Željko ran. Ich kann nochmal etwas zulegen, Željko scheinbar auch und ich komme schließlich 2-3 Sekunden nach ihm ins Ziel.

Fazit: Nun hat Željko schon zwei gute Laeufe hier zu Ende gebracht und ich nur einenit schlechterem Ergebnis. Da von den 8 Laeufen hier im Maksimir nur die besten fuenf in die Wertung eingehen, muss ich nun noch mindestens 4mal Laufen und davon 3mal Željko deutlich schlagen, damit ich den 3. Platz halten kann… “Das wird schon”, denke ich, denn meine Erholung vom Marathon schreitet voran, allerdings muss ich nun endlich an meinem Gewicht arbeiten, es ist seit drei Wochen auf konstant hohem Niveau von etwa 90kg,  das geht so nicht weiter! 3-4 Kilo muessen dauerhaft weg… heute geht’s los und ab morgen berichte ich hier ueber meine Gewichtsentwicklung, dafuer wuerde ich mich taeglich morgens wiegen.

Ergebnisliste 10. Lauf “Kurzstrecke”: liga-kratka-2008-10-kolo

Gesamtrangliste nach 10 Laeufen: poredak-kratka-10-kolo

Statistik
Distanz: 4,3 km
Dauer: 17:19 min
avrgHF: 170
Platz: 6/28
Gesamt: 13/91 nach 10 Laeufen (bei M40: 4/1 8)

Kategorien: Zagrebačka Kros Liga
Tagged: , , ,

25. Vienna City Marathon (VCM) - 27.04.2008

April 27, 2008 · Keine Kommentare

Wie? Nach einer Woche Pause schon wieder ein Marathon? Nee, nee. Ganz so verrueckt bin ich nicht. Zuuufaellig haben wir uns vor etwa drei Wochen entschieden, mit Freunden ein Sightseeing-Wochenende in Wien zu verbringen. Dass an diesem Wochenende der Marathon stattfindet, habe ich  erst 3 Tage vor unserer Abreise erfahren. Da war ich natuerlich neugierig, ob auch ein Halbmarathon angeboten wurde: das war der Fall, es gibt den Anker Halbmarathon. Allerdings stand auf der VCM-Website, dass es nur noch sehr wenige freie Start-Plaetze gibt und die nur noch per Nachmeldung am Freitag bis 18 Uhr auf der Marathon Messe “Wien Aktiv” vergeben werden -  das an unserem Anreisetag (!), und wir haben noch 4 Stunden Fahrtzeit vor uns. Hmm, die Chancen stehen also eher schlecht: erstens puenktlich da zu sein und zweitens einen freien Platz zu ergattern.

Naja, da ich ja noch mitten in der Erholungsphase des Bonn-Marathons stecke, waere es eh’ nur ein Relaxing-Sightseeing-Fun-Lauf. Fuer den Fall, dass es nicht klappt mit dem Startplatz, werde ich alternativ durch den einen oder anderen schoenen Park laufen, vielleicht auch ein paar Kilometer an der schoenen Donau. Als erstes denke ich da im Moment an den Schoenbrunner Schlosspark, denn in der Naehe haben wir eine Unterkunft gefunden.

Freitag gehts also mit dem Auto los, durch Slowenien, an Graz vorbei und dann nach Wien. Ist ja gar nicht so weit. Unterwegs regnet es ziemlich viel, allerdings soll es nun stuendlich schoener werden, so dass am Sonntag nur noch blauer Himmel und strahlender Sonnenschein uebrig bleibt ;-).

In Wien geht’s erstmal zur Messe, was sich ohne detaillierten Stadtplan und ohne Navi als nicht ganz einfach erweist, wir schaffen es nicht ohne einen kleinen Umweg. Schließlich angekommen (noch etwa 1 Stunden Zeit bis Messe-Ende), muss ich zunaechst um das halbe Messegelaende herumlaufen, denn wir parken natuerlich auf der “falschen” Seite. Am Nachmeldeschalter angekommen, frage ich ganz vorsichtig nach, ob evtl. noch ein Halbmarathon-Startplatz verfuegbar ist: “Freilich, wir haben noch gaaanz viiiiele!” Hmmm. OK, mit dieser Antwort habe ich nicht gerechnet und bin ueberrascht und gleichtzeitig happy, bei diesem Riesenevent als Laeufer starten zu duerfen; es starten immerhin etwa 30.000 Laeufer.

Meine Startnummer:

Ich zahle 50€ Startgebuehr (wer spaet kommt, zahlt doppelt!) und hole mir meine Startunterlagen und den Goody-Bag ab (da sind ein paar Sponsoren-Artikel drin: Muesli, Duschgel, Riegel, Wasser…). Danach noch meinen ChampionChip registrieren (denn ich hab’ nun einen eigenen) und schnell zurueck zum Auto, dort warten meine Suessen, und zum Hotel.

Samstag ist Sightseeing angesagt: tolle Stadt, beeindruckende Architektur, Zustand der Gebaeude im Zentrum ist top! - mehr gibt’s hier nicht zu berichten - selber hinfahren! ;-)

Nun zum Halbmarathon: Sonntag morgen um 7Uhr aufstehen. Das leckere Fruehstuecks-Buffet im Hotel nehme ich heute nicht, sondern nur ein Sandwich mit Frischkaese und Ei. Das esse ich auf dem Weg zur U-Bahn-Station, ich steige in Schoenbrunn ein. Ein Ticket brauche ich nicht mehr zu kaufen, mein 24-Stunden-Ticker von gestern frueh ist noch gueltig (kostet nur 5,70€ - echt guenstig - wie ich finde).

Das U-Bahn-Netz von Wien:

Ich fahre quasi durch das ganze Zentrum (inklusive einmal umsteigen) und mehr und mehr Laeufer steigen in die Bahn. Wir ueberqueren am Ende der Fahrt die Donau und steigen an der Station Kaisermuehlen aus. Es ist noch nicht viel los. Ich verschaffe mir erstmal einen Ueberblick ueber die Startbloecke, dann suche ich den richtigen LKW (schaetzungsweise stehen dort 30 LKW’s in zwei Reihen hintereinander), der meinen Kleidersack spaeter zum Zielbereich bringt. Ich aendere noch etwas meine “Kleiderordnung” und trage nun kurze Tights und ein Kurzarm-Shirt. Es ist noch etwas frisch; da aber keine Wolke am Himmel steht, wird die Sonne heute richtig einheizen…

Da die LKW’s hinter den Startbloecken stehen und ich mit meiner aktuellen HM-Bestzeit ganz vorne starten darf, passiere ich nochmal den kompletten Startbereich. Auf halber Strecke nutze ich die Chance, ein ToiToi zu inspizieren. Inzwischen, es ist 8:30 Uhr, also noch 30 min bis zum Start, ist es richtig voll hier. Als ich meinen Startblock erreiche ist der Blick zurueck auf die “Verfolger” sehr beeindruckend - eine sechsspurige Strasse auf mehreren hundert Metern voll mit Menschen:

Punkt 9 Uhr geht es los. Wahnsinn, wie sich hier langsam alles in Bewegung setzt, ich drehe mich immer wieder um, wirklich faszinierend.

Ich hatte vorher schon bei meiner family angekuendigt, dass ich etwa 1:35 bis 1:40 laufen will, damit laufe ich nicht zu schnell und kann die Strecke genießen. Die Strecke bleibt relativ eben, es gibt so gut wie kein Wind, Temperatur ist sehr angenehm. Immer wieder gibt es groeßere und kleinere Inseln mit begeisterten Fans und Neugierige, die am Streckenrand die Laeufer anfeuern. Hmm, eigentlich gibt es gar keinen Streckenabschnitt ohne Fans. Teilweise wird die Strecke sogar mit Mozart beschallt, Cheerleader performen am Straßenrand, Trommler gibt’s auch jede Menge.  

Meine Tempo liegt bei etwa 4:25-4:30 min pro km, sehr angenehm. Zwischendrin frage ich mich allerdings, ob ich vielleicht zu euphorisch bin, eine Woche nach dem Marathon schon wieder einen Halbmarathon zu laufen? Ich spuere auch etwas meine hinteren Oberschenkelmuskeln, die brauchen wohl mal ‘ne laengere Pause (naja, die haben ja letzte Woche auch meine Unterschenkel 35000mal hochgehoben). Im Grunde aber alles Kleinigkeiten… aber nicht zu unterschaetzen!

Ich spule also weiter meine Kilometer ab und freu’ mich schon auf die letzten 100m vor dem Ziel, denn dort liegt Fussballrasen (!) als Vorzeichen fuer die kommende Europameisterschaft in Osterreich und Schweiz. Wie immer gibt’e etwas Gedraengel an den Versorgungsstellen. Die sind hier alle 5kmaufgestellt, dazwischen gibt’s unregelmaeßig noch weitere Staende mit Schwamm-Wasser, aber auch mal Becher-Wasser. So ganz offiziell schienen mir diese “Dazwischenstaende” nicht zu sein. Egal, ich hab’ ueberall eine Kleinigkeit getrunken. 

Die 21 km gingen schon wieder viel zu schnell vorbei!   

Im Zielbereich angekommen, empfaengt mich eine Riesenstimmung und ich habe keine Chance, meine “Fans” zu finden, ich sehe sie weder am Rand stehen noch auf der Tribuene sitzen. Auf “dem Rasen” laufe ich geniessend etwas langsamer und schließlich finishe ich mit 1:33:58. Ganz ordentlich fuer einen Relaxing-Sightseeing-Lauf, oder? Und gleichzeit mein bisher langsamster Halbmarathon.

Gleich nach dem Finish werden wir aufgefordert, doch bitte zuegig weiter zu gehen, um Platz fuer die noch kommenden Laeufer zu machen. Es geht hier wirklich Schlag auf Schlag, die Laeufer finishen hier im Sekundentakt…   

Die Medallie bekomme ich auch gleich in die Hand gedrueckt…

    

Ich gehe zuegig weiter in den Verpflegungsbereich (es gibt scheinbar nur Wasser!), ich bleibe nur kurz und bekomme beim Ausgang noch einen Verpflegungsbeutel mit Banane, Apfel, Muesli-Riegel, Wasser, Saft…. OK, wenigstens etwas zu beissen ;-)

Ich verlasse den Zielbereich und treffe sofort auf meine Suesse, Henrik und Bjarne. Da ich meinen Kleiderbeutel abholen will, trennen wir uns nochmal. Und das ist nun wirklich kurios: Um zu den LKW’s mit den Kleiderbeutel zu kommen, muessen tatsaechlich alle Halbmarathonis die Marathonstrecke ueberqueren… das ist ueberhaupt kein Spass fuer die Marathonis.

Insgesamt war das ein beeindruckendes Erlebnis, hier muss man wirklich in groeßeren Maßstaeben denken als z.B. bei einem Marathon in Zagreb. Es standen viele, viele Fans an der Strecke und die Stimmung am Rand der Strecke war wirklich klasse.

Bzgl. Verpflegung fand ich Bonn allerdings deutlich besser! Auch insgesamt hat mir Bonn besser gefallen. Vielleicht weil es nicht ganz so riesig war…

Das war nun ein guter Vorgeschmack auf Berlin, da wird’s dann noch etwas groeßer, allerdings nur ein wenig (zumindest bzgl. der Anzahl der Starter - bei den Finishern siehts da anders aus, da in Berlin alle ca. 35000 Marathon laufen werden und in Wien waren’s nur 8000). Und meine Idee, den Marathon dort auf Zeit zu laufen und evtl. die 3-Stunden zu unterbieten, werde ich nochmal ueberdenken. Vielleicht ist so eine Riesenveranstaltung dafuer gar nicht so geeignet, denn wenn da reihenweise Laeufer unter 3 Stunden reinkommen ist das nicht mehr sooo besonders. Mal sehen. 

Bis zum naechsten Mal…

Statistik
Distanz: 21,097 km
Dauer: 1:33:58
avrgHF: 161
Platz: 423/8005
bei M40: 65/1037

Downloads
Strecke: Streckenplan

Kategorien: Halbmarathon
Tagged: , ,

8. RheinEnergieMarathon Bonn - 20.04.2008

April 21, 2008 · 5 Kommentare

Mein Ergebnis zuerst: (denn ich bin maechtig stolz drauf! :-)))
Zeit (netto): 3:02:58 (neue PB!)
Platzierung: 69. Platz bei den Männern mit 1469 Finisher (ges. 74./1763)
in meiner AK (M40): 20. von 377
und beim Team Telekom: 5. Platz von 54 Finisher

Ganz interessant auch:
Zeit nach 10k: 42:05
Zeit fuer HM = 1. Runde: 1:29:20
Zeit fuer HM = 2. Runde: 1:33:38
…da gab’s wohl einen kleinen Haenger in der zweiten Haelfte, naja, hab’ ja auch einen Schuh verloren (spaeter mehr dazu).

 

Die Medaille:

 

Die Urkunde:
Urkunde

Der Zieleinlauf:
(Ich bin der mit der schwarzen Kappe!)

 

Die Schuh-Story:
Bis Kilometer 34 konnte ich ganz gut in der Gruppe mit dem Pacemaker fuer 3:00:00 dran bleiben. Leider hat mir dann jemand von hinten auf den Schuh getreten, den hab’ ich dann verloren und musste anhalten, paar Meter zuruecklaufen und ihn wieder anziehen. Zeitverlust etwa 20 Sekunden. Das geht vielleicht noch… ich musste nun jedoch etwa 2 km alleine gegen den Wind laufen. Auch hab’ ich mich doch etwas geaergert und konnte leider nicht mehr auf die Gruppe aufschliessen und verlor mehr und mehr Zeit - es war verdammt hart. Am Ende waren’s dann etwa 3min Verlust auf den letzten 8 km. Schade…. OK, shit happens und weiter geht’s…

Uebrigens: Ganz passend auch die Ueberschrift eines Artikels im Telekom-Intranet: “Jubel, Traenen und ein verlorener Schuh” (dazu muss ich erwaehnen, dass ich bei der Telekom - zur Zeit bei der kroatischen Tochter Hrvatski Telekom - arbeite und auch im Team der Deutschen Telekom mitgelaufen bin). 

 

Der Artikel im Intranet der Telekom:

Danke:
Danke an meine Freunde des VFJI mit Anhang (Katharina und Maike), Stefan und Gabi, Uli, Matthias und Angela, Anita und Nora (Familie von Ralf, der hier seinen ersten Marathon in 3:19:23 gelaufen ist, SUPER!): alle haben mich kraeftig unterstuetzt an verschiedenen Stellen der Strecke. Prima fand ich auch Arne, der vom Team Deutsche Telekom auf dem Fahrrad auf der Strecke unterwegs war, um uns zu motivieren und bei Bedarf mit Wasser zu versorgen: Danke an alle! Nicht zu vergessen: Mein Klub AK Sljeme mit unserem Präsidenten und Trainer JANKO und meinen Kollegen Veronika, Teja, Ana, Petra, Pinky, Božo, Dean, Željko, Zlatko, Saša, Robert usw. mit denen ich zusammen den gemeinsamen Teil des Wintertrainings absolvierte.

 

Details:
Meine Vorbereitung dauert seit 1.12.2007 und heute soll und wird es endlich soweit sein: mein erster Marathon “auf Ergebnis” (jetzt muss ich immer “auf Ergebnis” dazusagen, wenn ich betonen moechte, dass ich bei meinem ersten schnellstmoeglichen Marathon knapp an der 3-Stunden-Marke vorbeigeschrabbelt bin - denn mein erster “Trainings”-Marathon war ja eigentlich schon vor sechs Wochen in Ferrara)!

Zwei Tage Urlaub habe ich mir genommen fuer dieses Event, denn ich reise ja von Zagreb aus an und die guenstige Germanwings-Verbindung (insofern zum richtigen Zeitpunkt gebucht) fliegt Freitags und Montags zwischen Zagreb und Koeln/Bonn. Das war genau richtig fuer mich, dann habe ich vor dem Lauf noch einen ganzen Samstag in Bonn, um schon Marathon- und Wettkampfluft zu schnuppern, meine Startunterlagen abzuholen und mir noch 2 kurze Tights auf der Marathon-Messe zu kaufen (in Zagreb war ich damit bisher leider nicht erfolgreich).

Freitag Abend ging ich auf die Pasta Party der Deutschen Telekom in der T-Mobile-Zentrale, Uli war auch mit dabei (bei ihm uebernachte ich in Vinxel). Es waren etwa 65 Laeufer dort. Die Stimmung war prima, Pasta und Salat sehr lecker (vielleicht ein wenig teuer: 14,50€) und Arne hat noch einige Tips zum Lauf gegeben. Dann hab’ ich noch Ralf und seine Familie kennengelernt: er wird seinen ersten Marathon laufen (wobei er tatsaechlich noch am Zweifeln war, ob er vielleicht doch lieber den Halbmarathon laufen sollte - das hab’ ich ihm schoen ausgeredet… ;-)). Spaeter am Abend sind Uli und ich noch zur Bar/Lounge/Restaurant/Biergarten Rohmuehle in der Naehe vom ehemaligen Wasserturm in Oberkassel gefahren und haben uns dort noch ein kleines Bierchen genehmigt. Um 22:30 lag ich im Bett.

Samstag, 9 Uhr: leckeres Fruestueck mit frischen Broetchen, Ruehrei, Kaese, Honig, gekochter Schinken, Tee. Danach ein Spaziergang in Richtung Rhein, das war schoooeen entspannend - allerdings, und das merkte ich dann am naechsten Tag, bin ich lange Spaziergaenge ueberhaupt nicht mehr gewohnt und hab’ mir prompt einen kleinen Muskelkater am vorderen Schienbein eingefangen - DAS GIBTS DOCH GAR NICHT!!!

Um die Mittagszeit hat Uli mich dann nach Bonn gefahren, die naechste Nacht bin ich bei Angela und Matthias, die beiden wohnen 5 Minuten Fussweg entfernt vom Start-/Zielbereich. Ideal fuer morgen frueh. Nun wirds aber auch Zeit, meine Startunterlagen abzuholen und weitere Dinge zu besorgen. Wie immer, wenn ich in Deutschland bin, nutze ich die Gelegenheit, Artikel einzukaufen, die in Zagreb nicht oder nur sehr selten zu haben sind. Mein Pflichtprogramm habe ich schnell absolviert und geniesse noch den Gang ueber die Marathonmesse.

Nachmittags treffe ich mich mit Thorsten und Maike (Maike treffe ich heute zum ersten Mal: sehr nette Freundin, die der Thorsten nun hat!), und wir fahren gemeinsam zu Baustelle voim Thomas (letzte Woche war Richtfest). Detailliert werden wir euber die einzelnen Raeume informiert, so dass ich mir ein gutes Bild ueber das zukuenftige Haus machen kann. Allerdings sind jetzt noch keine Fenster drin, es ist kalt und nass, es dauert nicht lang und meine Beine werden kalt. Ich draengel die Anderen etwas, damit wir moeglichst schnell ins Warme kommen. Schliesslich verabreden wir uns, diesmal in etwas anderer Konstellation, wieder in der Rohmuehle. Dort haben wir Glueck und bekommen, obwohl wir nicht reserviert haben, nach 15 min einen Tisch. Das Essen ist sehr lecker und auch das Auge bekommt hier was geboten. Um 22.30 beenden wir die “Veranstaltung” und fahren zurueck nach Bonn. Um 23.30 Uhr liege ich im Bett.

Sonntagmorgen. Es beginnt nun der Tag, auf den ich mich seit 1.12.2007 vorbereitet habe. Es ist 6.45 Uhr. Draussen alles grau in grau. Ich kann mir gerade nur schwer vorstellen, dass heute nachmittag strahlender Sonnenschein alle Wolken verdraengt. Um 7Uhr sitze ich mit Matthias, der den Halbmarathon laufen wird, am Fruehstueckstisch. Wie bisher immer, esse ich 2-3 Toasts mit Frischkaese und Honig. Dazu gibt’s Tee.

Um 7.45 mache ich mich auf den Weg zum Treffpunkt der Telekom-Halbmarathonis fuer deren Gruppenfotos im Zielbereich beim T-Mobile-Truck:

Danach erkunde ich den Start- und Zielbereich genauer, finde den Platz zur Abgabe meines Kleidersackes, den Eingang zu den Duschen, das Rewe-Verpflegungsdorf. Alles liegt sehr nah beieinander. Spaeter - kurz vor dem Marathon-Start - gibt’s damit kein Zeitproblem.

Puenktlich um 8.30 Uhr stehe ich am Ende der Startgeraden, um mir die ersten Meter der Halbmarathonis anzuschauen. Puenktlich kommt der Startschuss und - unglaublich - mehrere Minuten lang ziehen die Laeufer an mir vorbei, es sollen ja ungefaehr auch 7000 Starter sein. Beeindruckend.

Nun werde ich mich nochmal eine halbe Stunde hinlegen, relaxen und mental vorbereiten. Mir ist inzwischen auch etwas kalt geworden, aufwaermen ist angesagt.

9.45 gehe ich los zum Foto-Treffpunkt der Telekom-Marathonis… das Foto:

Danach gebe ich meinen Kleidersack ab und treffe im Startbereich um 10.15 auf Thorsten, der meinen Ruecksack inkl. Kamera uebernimmt, er wird/soll eine Menge Fotos schiessen. Etwas Aufwaermen ist nun angesagt, dafuer ziehe ich meine waermende Kleidung aus. Ich fuehle mich frisch, aergere mich aber dennoch ein wenig, nicht auf mein Gewicht in den letzten Wochen geachtet zu haben.

Nun ist es soweit, ich stelle mich in die Startbox, ueberpruefe nochmal meine Kleidung, meine Schuhe. Sitzt alles gut? Oh nee… mein Footpod ist weg. Hab’ ich den grad beim Ausziehen meiner langen Hose verloren? Liegt der vielleicht noch irgendwo auf meiner Aufwaermstrecke? Ich also nochmal raus aus der Startbox und alles abgesucht - und nix gefunden. Da laufen so viele Leute rum, den hat sich sicher schon jemand eingesteckt - shit! Wieder zureuck in die Startbox, es sind nur noch wenige Minuten bis zum Start. Ich schau mich nach dem 3:00:00-Pacemaker um. Wie ist der denn bloss gekennzeichnet? Beim Halbmarathon hatten die ‘ne Mutze mit Faehnchen auf. Sowas seh’ ich hier aber nicht… hmmm. Ach, da kommt er. Hat eine riesiges Schild dabei. Kaum zu uebersehen. Schliesslich legt er das Schild am Rand ab. Er traegt ansonsten ein rotes Shirt mit 3:00:00-Schriftzug auf dem Ruecken. OK. Da mein Footpod weg ist, vertraue ich mich ihm voll an. Ich werde ab und an meine Kilometerzeiten und natuerlich die gelaufenen Gesamtzeit im Auge behalten. Ansonsten Konzentration auf das Wesentliche: Ankommen in einer moeglichst guten Zeit rund um 3-Stunden!

Es geht nun endlich los, relativ zuegig  erreichen wir ein hohes Tempo. Es geht das erste Mal ueber die Kennedy-Bruecke. Das Tempo ist angenehm. Die 3-Stunden-Gruppe ist etwa 20 Mann stark. Schon nach etwas ueber drei Kilometern kommt die erste Verpflegungsstation (VS) bei der T-Mobile-Zentrale (insgesamt gibt es 12 Stationen auf der Marathon-Distanz). Jetzt gilt es, eine guenstige Position in der Gruppe zu bekommen, um einen Becker Wasser zu bekommen. Das klappt ganz gut, mit Handzeichen und sonstiges Gesten lockert sich die Gruppe auf, so dass jeder, der will, bedient werden kann. Kurz danach die erste Wende und das etwas auseinandergezogene Feld formiert sich wieder zu einen geschlossenen Gruppe und ich mittendrin.

Das Tempo scheint mir nicht sehr konstant zu sein, es gibt auch schon ein paar Bemerkungen von anderen Laeufern. Mir ist das im Moment egal, denn ich denke, dass ein Lauf in der Gruppe inkl. Tempo-Schwankungen mehr Vorteile hat (z.B. wegen des Gegenwindes spaeter, wenn wir am Rhein entlang laufen) als alleine mit konstantem Tempo durch zu laufen. Ich bleibe in der Gruppe. Hey, wer ruft da meinen Namen? Anita und Nora (Familie von Ralf) feuern mich an.

Schliesslich kommt die zweite VS und im Anschluss daran die lang gezogene Steigung wieder auf die Kennedybruecke (das zweite Mal). Nun geht’s fuer etwa 4km (km 9 bis km 13) in den leichten Gegenwind, wir laufen nun auf der linken Rheinseite flussaufwaerts in Richtung Rheinaue. Dort stehen die ersten meiner Fans, sie feuern mich an. Ich gebe Zeichen, dass alles in Ordnung ist. Ich habe das Gefuehl, dass ich in der Gruppe gut aufgehoben bin. Wir passieren die 3. und spaeter 4. VS. Das Tempo ist nun ziemlich hoch, ich messe ueber zwei Kilometer ein Tempo von etwa 4:05. Die ersten fangen an zu jammern. Die Gruppe wird schon etwas kleiner. Ich bleibe dran. Nach der 5. VS, etwa bei Kilometer 19,5 stehen wieder meine Fans. Danke fuer die Unterstuetzung! Wir kommen nun in den Stadtbereich, hier ist ziemlich viel Trubel. Nun der Abzweig in Richtung 2. Runde. Den Halbmarathon laufen wir mit 1:29:20, eine ganz gute Punktlandung.       

Das dritte mal Kennedybruecke. Von dieser Seite ist das relativ leicht zu machen. Ich komme gut mit, muss mich aber ein klein wenig mehr pushen. Alles was ich ab jetzt laufe und fuehle, ist Premiere - niemals zuvor bin ich eine sooo lange Strecke sooo schnell gelaufen. Da steht Uli, er filmt mit seiner Handykamera. Wir kommen wieder zur T-Mobile, endlich wieder Wasser. Kurz vorher nehme ich noch eins meiner Gel-Packs, die ich zur Sicherheit eingepackt habe. Das war eine prima Entscheidung, denn auf Bananen habe ich heute gar keinen Appetit. Mit Wasser spuele ich das Gel runter. Zwei Becher kann ich ergattern.

Oh mann, gut 15 Meter liegen ploetzlich zwischen mir und dem Pacemaker. Hab’ wohl nicht richtig aufgepasst und zuviel bei den Getraenken getroedelt. Naja, langsam komme ich wieder ran - das darf mir im Gegenwind nicht passieren! Die Gruppe wird kleiner und kleiner, wir sind noch 8 oder 9 - aber so genau interessiert mich das im Moment nicht. Ich muss noch mehr pushen, um dran zu bleiben. Ich freu mich jetzt schon auf die naechste VS (Nr. 8), kurz vor dem vierten und letzten Mal Kennedy-Bruecke. Bis dahin laeufts ganz gut. Bei der VS nehme ich Wasser und Tee. Oje, der Pacemaker ist schon wieder einige Meter weg. Ich komme wieder ran, dauert aber etwas laenger als eben, denn es geht leicht steigend hoch zur Kennedybruecke. Auf der Bruecke kommen wir wieder zusammen. 29 Kilometer sind nun geschafft.

Ich muss weiter pushen, ich bin nun echt am Limit, meine hinteren Oberschenkel sind etwas krampfig, ist aber noch ok. Wir sind nun wieder auf Gegenwind-Kurs, die Gruppe hat noch 7 Laeufer, wir laufen sehr dicht beieinander. Es wird waermer und waermer, windiger und windiger, kaum noch Wolken am Himmel. km 31… km 32… km 33…

Wir passieren nun den Post-Tower, hab’ mich an das Pushen fast gewoehnt. Ploetzlich tritt mir jemand von hinten auf meine linke Hacke. Ich seh’ noch im Augenwinkel wie mein Schuh davonfliegt und am Rand auf dem Gruenstreifen liegen bleibt. “Scheisse!”. Ich halte an, laufe zurueck, schluepfe wieder in den Schuh und weiter geht’s. Zwischendrin hoere ich aus der weiterlaufenden Gruppe: “Du kommst schon wieder ran…”. Mist, 15-20 Sekunden weg und der Kontakt zur Gruppe ebenfalls weg. Ich bin nun etwas veraergert, schiebe das Gefuehl aber schnell beiseite und hoere in meinen Koerper, was ich nun machen kann. Ein Sprint, um zur Gruppe aufzuschliessen? Langsam ranarbeiten? Sprint ist nicht moeglich, dann krieg ich gleich einen Krampf in den hintern Oberschenkel. Bleibt nur, langasm ranarbeiten. Die Strasse hat hier eine leicht Steigung und Gegenwind… ich komme nicht naeher ran. Jetzt nicht. Vielleicht nach der Wende, ab km 36. Kurz vorher habe ich genug Platz, mich ordentlich abzukuehlen und genug zu trinken. Das kostet etwas mehr Zeit, die brauche ich aber jetzt.

Die Gruppe entfernt sich mehr und mehr. Ich gebe nicht auf, aber ich komme nicht mehr ran. Ich kann auch nicht mehr nachlegen. Zwischenzeitlich ueberholen mich einige Laeufer aus der Schulstaffel, die scheinen sehr frisch zu sein - sie laufen ja auch nur je 10km. Ich merke, dass ich mich hier an niemand ranhaengen kann, den Rest steh’ ich nun alleine durch. Es sind nur noch 4 Kilometer bis zu einer neuen PB. Geil! Da - ich seh’ Stefan und Gabi - und hoere einen echt unpassenden Spruch vom Stefan: “Immer schoen laecheln!” (oder so aehnlich)- da kann ich grad nicht drauf reagieren… Arne kommt auch nochmal vorbei und schenkt mir eine Flasche Sprudelwasser ;-) - das passt jetzt gerade prachtig, halb uebern Kopf, ein paar Schluck getrunken… und weg damit, alles Ballast.

Die letzte Steigung: die hat es in sich - fuer mich - ich bin hier extrem langsam.  Ein oder zwei “Konkurenten” ziehen vorbei. Oben angekommen geht’s wieder.

Noch 3 Kilometer… ich freu’ mich auf’s Ziel. Mein Tempo bleibt - glaube ich - konstant. Nochmal Wasser zur Abkuehlung und etwas zum Trinken.

Noch 2 Kilometer…  ob meine Fans noch am Rand stehen, oder ob sie schon in den Zielbereich marschiert sind? Ich seh’ keinen mehr. Egal, ich lauf’ eh in Trance und krieg nicht mehr viel mit.

Noch 1 Kilometer… da, Matthias und Angela stehen am Rand, ich gruesse kurz. Mehr und mehr Leute stehen am Rand. Sie jubeln, eine Riesenstimmung, das macht’s mir etwas leichter. Ich kann nun doch noch etwas Gas geben.  Jetzt nur noch ein paar hundert Meter. Die letzte VS, nochmal ein Becher Wasser ueber den Kopf, ahhh, das erfrischt. Ich ueberhole noch 2 oder 3 Laeufer.

Die letzten Meter… die Strasse wird enger und enger, Kinder strecken ihre Haende raus zum Abklatschen - da mach’ ich gerne mit. Die Zielgerade steigt langsam an, auf der Tribuene im Zielbereich ist Riesenstimmung. Ich reisse meine Arme hoch und zeige auf mein T auf der Brust… noch wenige Meter… ich… bin… im… Z I I I E E E L… GESCHAFFT!

(da kommt noch was….)   

  

Downloads:
Strecke: 2008_02_06_track
Startbereich: start_area
Zielbereich: 2007_11_27_finish-area

Kategorien: Marathon
Tagged: ,

Kros liga 2008 (8. kolo) - 17.4.2008

April 18, 2008 · Keine Kommentare

In dieser letzten Woche vor dem 8. RheinEnergieMarathon in Bonn sind relaxen und leichte Trainingseinheiten angesagt. Dazu zaehlt natuerlich auch dieser heutige Kros-Liga-Lauf. Da ich ja ein gehorsamer Schueler fuer meinen Trainer bin, halte ich mich an seine Vorgaben und laufe die ersten und die letzten beiden Kilometer im Marathontempo (4:15 min/km) und dazwischen etwas langsamer.

Heute wird es also leichtes Spiel fuer Zlatko… naja, auf diese Art und Weise macht ein Wettkampf fuer ihn sicher auch keinen Spaß. Wie auch immer… es geht los. Gleich faellt mir auf, dass Marathontempo tatsaechlich ganz schoen langsam ist fuer diese kurze Strecke, die allermeisten ziehen schnell davon. Janko laeuft einige Meter mit mir, “um mich zu kontrollieren”, sagt er. Schließlich kommt der dritte Kilometer, den laufe ich etwas langsamer bei ungefaehr 4:35-4:40 min/km. Kurz vor der Bruecke beschleunige ich wieder auf 4:15, die letzten beiden Km beginnen. Das Beschleunigen dauert etwas, mir faellt es nicht ganz leicht, wieder einen neuen Rhythmus zu finden. Es gelingt mir dann doch und nach 200-300 Metern laufe ich wieder fluessig im Marathontempo. 

Bei 21:41 min stoppe ich meine Uhr als ich die Ziellinie ueberquere. Das war der letzte Lauf vor dem Marathon am Sonntag in Bonn. Morgen geht’s mit dem Flieger los. Super.

Ergebnisliste 8. Lauf “Kurzstrecke”: liga-kratka-2008-8-kolo

Statistik
Distanz: 5 km
Dauer: 21:42min
avrgHF: 156
Platz: 24/55

Kategorien: Zagrebačka Kros Liga

4. Osiječki Hervis Polumaraton - 13.4.2008

April 13, 2008 · 3 Kommentare

Heute gibt’s gleich mehrere Dinge, ueber die mich sehr freue:

1. meine Familie ist dabei und wir verbinden mein Hobby mit einem Familienausflug nach Osijek. Osijek liegt etwa 280 Strassen-km oestlich von Zagreb, das entspricht etwa 2,5 Stunden Fahrzeit (bis auf die letzten 35km verlaeuft die Strecke auf neuer und wenig befahrener Autobahn).

2. Wir waren noch nicht in Osijek und  schauen uns nun auch mal etwas vom Osten Kroatiens an. 

3. Ich kann den Halbmarathon nutzen, um mein Marathon-Tempo “zu ueben und zu kontrollieren”. Ich werde also heute mal wieder nicht ganz Vollgas geben.

Frueh ist es losgegangen heute morgen: um 6:25 sind wir losgefahren. Waehrend der Fahrt hat sich der Nebel langsam verzogen und von ein paar Regentropfen war dann in Osijek auch nichts mehr zu sehen. Im Gegenteil, die Sonne kam raus und blieb dann auch bis zum Abend. Da die Autobahn frei war frei, sind wir schnell durchgekommen. Leidiglich zwei kleine Pausen haben wir eingelegt.

Osijek ist als Haupstadt Slawoniens nicht sehr gross, so dass wir schnell das Zentrum ausmachen und einen Parkplatz belegen konnten. Nun hatte ich noch etwa 30min Zeit, mich als Starter zu registrieren, das reicht locker.

 

Am Hauptplatz angekommen, treffen wir auch gleich ein paar Vereinskollegen und machen noch ein Gruppenbild kurz vorm Start:

Wir stellen uns beim Start auf und die kroatischen Nationalhymne ertoent, das hatte ich vorher auch noch nicht.

Meine Vorgabe von heute lautet: Marathon-Tempo! Also 4:15 min/km, die letzten 2-3 km dann ruhig etwas schneller. Bin mal gespannt. Am Anfang, wie - denke ich - jedes Mal, tu ich mich etwas schwer, mein Tempo konstant zu halten. Weitere Dinge, die mich von meiner idealen Marathon-Durchschnittgeschwindigkeit ablenken/abhalten, sind 6 Brueckenueberquerungen, mal schmale, mal breite Pfade, mal Asphalt, mal Rasen/Feldweg-Untergrund, schlechte km-Ausschilderung, Gegenwind, Rueckenwind und dass ich nah bei meinen Kollegen laufe, mal davor, mal danach.

Hmm, also insgesamt immer wieder Geschwindigkeitsschwankungen zwischen 4:05 und 4:25. Das hab’ ich wohl nicht so gut hinbekommen heute. Allerdings wird das naechste Woche in Bonn besser funktionieren, da ich mich an dem 3:00:00-Tempomacher/Einbremser orientieren kann. Allerdings gehe ich im Moment davon aus, dass die in der Lage sind, eine konstante Geschwindigkeit zu laufen. Fuer den Fall, dass das nicht klappt, nehm ich mir eine Marschtabelle mit, dann brauche ich unterwegs nicht soviel zu rechnen, wenn ich an den Kilometer”steinen” vorbeikomme ;-).

Nun zurueck nach Osijek, ich bin ja noch nicht im Ziel! Bin ich ueberhaupt schon losgelaufen? Zunaechst einmal muss ich bemerken, dass mir hier jegliche Anfangsnervositaet fehlt, wahrscheinlich weil ich weiss, dass ich nicht volles Tempo laufe werde. Naechste Woche in Bonn wird das sicher anders (dann muss auch vor dem Start irgendwo eine Toilette in der Naehe sein - nervoeser Magen vor dem Start;-).
Nach der Nationalhymne gehts auch gleich los, wie immer dauerts ein paar hundert Meter, bis ich frei laufen kann, ohne staendig auf Vorderfuesse achten zu muessen. Mein angenehmes Ziel-Tempo habe ich dann auch schnell gefunden (naja, mit ein paar Abstrichen bei der Konstanz). Nach kurzer Zeit bemerke ich, dass Božo, Zlatko und Robert direkt hinter mir laufen. Das bleibt auch so auf den naechsten 6km, also etwa fuer eine Runde des 3-Runden-Kurses (mit den beiden “Anschlussstuecken” vom Start und zum Ziel kommt man dann auf die 21,097km). Božo “jammert” leicht rum, er scheint heute einen schlechten Tag zu haben. Dann ziehen Robert und Zlatko an mir langsam vorbei, ich bleibe dran. Als Janko uns auf einem Teilstueck entgegenkommt, feuert er uns nocheinmal an und ich ziehe das Tempo automatisch an. So lasse ich Robert und Zlatko wieder hinter mir. Božo scheint’s auch wieder besser zu gehen, er kann dranbleiben.

Nach 1:28:49 laufe ich ins Ziel ein. Mein vierter Halbmarathon in Folge unter 1:30:00.

  

Kurze Zeit spaeter folgen Robert, Zlatko und Božo - alle unter 1:30:00. Hat heute richtig Spass gemacht!

Das nehme ich mir fuer den Bonn-Marathon vor: nochmal 1 Minute langsamer sein auf der ersten Haelfte - das sind immerhin 3 Sekunden pro km. Das mag zwar sehr detailliert klingen, aber das kann am Ende dann entscheidend sein, wenn ich auf den letzten 2-3 Kilometern noch die letzten Koerner mobilisieren will. Das wird spannend - und schon jetzte fuehle ich leichte Nervositaet, wenn ich an den Marathon denke! 

Statistik
Distanz: 21,1 km
Dauer: 1:28:49
avrgHF: 167
innerhalb M40: Platz 9 von 23
insgesamt Platz 46 von 159

Ergebnisliste: osijek08.pdf

Herzfrequenz und Tempo:

Kategorien: Halbmarathon
Tagged: ,

Kros liga 2008 (7. kolo) - 10.4.2008

April 10, 2008 · Keine Kommentare

Heute war es wieder soweit, der 7. Lauf der Kros Liga (von 26) in diesem Jahr (zur Erinnerung: wird organisiert vom AK Veteran). Gleichzeitig ist’s der vorletzte auf’m Deich der Sava. Danach folgen 6 Laeufe im Maksimir-Park. Erst im Spaetsommer geht’s wieder weiter mit Laeufen im Maksimir-Park und am Schluss gehts wieder auf den Deich. In der Kros-Liga-Sommer-Pause veranstaltet der AK Sljeme die 6. Sommer-Liga Puntijarka (in kroatisch: Ljetna Liga Puntijarka). OK, bis dahin ist es noch etwas.

Nun zurueck zum heutigen Lauf. Ob Zlatko es heute geschafft hat? - ich meine seine Ankuendigung, mich diesmal zu schlagen. Hmm, tatsaechlich fuehlte ich mich vor dem Start etwas unter Druck gesetzt. So ein Gefuehl hatte ich ja schon laenger nicht mehr in einem sportlichen Zusammenhang: und um ehrlich zu sein, das brauche ich wirklich nicht und pushen tut’s mich auch nicht - glaube ich jedenfalls.

Naja, tatsaechlich sehe ich heute Zlatko’s Herausforderung als einziges Ziel, d.h. ich laufe nicht auf Bestzeit sondern halte mir Zlatko “vom Leib” ;-). Mein Ziel, die 18:45 zu unterbieten kann noch etwas warten.

Ich starte etwas gemaechlicher als sonst in der Hoffnung, das Zlatko aufschliesst… er tut’s einfach nicht. Auf der Gegengeraden unserer heutigen Runde laufen wir heute mit dem Wind, d.h. es ist entas entspannter als in der letzten Woche an dieser Stelle. Auf der Bruecke und der Zielgeraden wird’s dann allerdings heftiger - das wirds am Ende der 5000m aber sowieso immer (das Ende zieht sich in diesem Fall ueber etwa 1300m).

Zlatko und auch Željko scheinen heute nicht so gut drauf zu sein (nachher hoere ich dann sicher wieder so Ausreden wie: langer Arbeitstag, schlecht geschlafen, zu anstrengendes Training letzten Dienstag….), sie koennen nicht zu mir aufschliesse, geschweige denn an mir vorbei ziehen. Scheinbar muss ich auf den Angriff noch etwas warten.

In der naechsten Woche wird’s dann aber soweit sein, denn ich werde dann in Vorbereitung zum Bonner Marathon nur Marathontempo gehen und das bedeutet dann etwa 21 Minuten auf 5k.

Bis dahin.

Ergebnisliste 7. Lauf “Kurzstrecke”: liga-kratka-2008-7-kolo

Gesamtrangliste nach 7 Laeufen: poredak-kratka-7-kolo

Statistik
Distanz: 5 km
Dauer: 19:26 min
avrgHF: 173
Platz: 10/58
Gesamt: 7/93 nach 7 Laeufen (bei M40: 3/15)

 

Kategorien: Zagrebačka Kros Liga

Kros liga 2008 (6. kolo) - 3.4.2008

April 4, 2008 · 3 Kommentare

Na, das faengt ja bloed an heute, ich bin ‘ne Stunde zu frueh am Start. OK, ich war nicht der einzige, der nicht mitbekommen hat, dass der Start von 17 Uhr auf 18 Uhr verschoben wurde. Das wird also diesmal ein richtig langes Warm-up: schonmal eine kleine 5k-Brueckenrunde vorab ;-)

Wieder zurueck von der Warm-up-Runde sind nun schon viele andere angekommen, auch Željko und Zlatko, die etwa aehnlich schnell sind wie ich. Zlatko kuendigt auch gleich an, dass er mich heute schlagen wird. Das werden wir ja sehen ;-). Gleichzeitig prophezeit Deki, dass er etwa 10-20 Sekunden vor mir im Ziel sein wird, was absolut ok ist, zumal er auch schneller sein kann.

Es geht los. Es wird heute auf der Gegengeraden und besonders auf der zweiten Bruecke ziemlich windig werden. Ich weiss nicht genau, wie ich am besten meine Kraefte einteilen soll. Ich fange etwas schneller an als sonst, und am Ende auf dem letzten Kilometer werde ich mich vom Rueckenwind antreiben lassen.

Der Gegenwind ist ziemlich heftig auf der anderen Flusseite, kommt von vorne links. Ich hab’ auch gleich einen Windschattenlaeufer an mir kleben (er bedankt sich uebrigens am Ende auch brav ;-). Sobald ich auf der Bruecke bin kann ich bequem einen Blick auf meine Verfolger werfen: Željko und Zlatko, sie sind etwa 50m + Treppe hinter mir. Auf der Bruecke wirds noch etwas ekliger bzgl. Wind. Schliesslich gehts die Treppe runter (Željko und Zlatko halten konstanten Abstand) auf die letzten 1,3 km und ploetzlich zwickts mir leicht im unteren Rueckenbereich. Mist! Ich laufe nun nicht mehr volles Risiko, und ich spuere quasi (ohne mich umzudrehen), dass Zlatko immer naeher kommt. Vor mir zieht Decki sein Tempo an, ich kann nicht dran bleiben.

Ich verteidige jedoch meine Position und komme einige Sekunden vor Zlatko und Željko ins Ziel…. ob’s das naechste Mal auch reicht? Ich werde wieder mein Bestes geben! Bis dahin.

Ergebnisliste 6. Lauf “Kurzstrecke”: liga-kratka-2008-6-kolo.pdf

Gesamtrangliste nach 6 Laeufen: poredak-kratka-6-kolo.pdf

Statistik
Distanz: 5 km
Dauer: 19:21 min
avrgHF: 173
Platz: 5/43
Gesamt: 6/91 nach 6 Laeufen (bei M40: 3/14)

Kategorien: Zagrebačka Kros Liga
Tagged: , ,

Mein Training zur Zeit…

April 2, 2008 · 4 Kommentare

Sieben Tage hat die Woche und an fuenf bis sechs Tagen trainiere ich und absolviere dabei sehr unterschiedliche Einheiten.

Mein Club-Training (fuer die, die das erste Mal diesen Blog besuchen: Willkommen! Ich bin Mitglied im AK Sljeme, einem kleinen und sehr erfolgreichen Lauf-/Marathon Club in Zagreb) findet Dienstags, Donnerstags und in der Regel auch einmal am Wochenende statt.

Zur Zeit machen wir Dienstags Tempo-Training, das sieht etwa so aus (als Chart von meiner Polar-Uhr):

0325_intervall.jpg

12 x 400m in je 1:26 min, wobei die Pause zwischendrin ebenfalls 1:26 betraegt. Die 1:26 ist mein individueller Wert und berechnet sich aus meiner aktuellen besten 5km-Zeit (18:53) minus 1 Sek pro 100m.

…oder es sieht so aus:

0401_intervall.jpg

Wieder 12 x 400m in je 1:26, diesmal sind die Pausen etwas anders gesetzt: Es werden drei Sets a 4 x 400m gelaufen, dazwischen 3 min jogging. Innerhalb eines Sets zwischen den Wiederholungen erst 30 Sek., dann 20 Sek und vor der letzten Wiederholung 10 Sekunden Pause. Am Ende des dritten Sets Tempo anziehen.

So, das war Dienstag.

Am Donnerstag, wieder gemeinsamer Trainingstag, findet zur Zeit die Kros Liga statt, die der AK Veteran organisiert. Um 17 Uhr geht’s los mit allem Pipapo: Startgebuehr, Startnummer, Zeitnahme, Ergebnislisten und am Ende des Jahres Medaillen, Pokale, Urkunden. Mehr ueber die Kros Liga gibts in der Kategorie Zagrebačka Kros Liga hier im Blog.

Am Wochenende finden entweder wichtige Wettkaempfe verteilt ueber ganz Kroatien statt (hier sammelt unser Verein natuerlich Punkte, um am Ende des Jahres in der 1. kroatischen Laufliga ganz oben mitzuspielen) oder wir machen einen gemeinsamen langen Lauf in huegeligem Gelaende, in der Regel mit anschließendem gemuetlichen Beisammensein.

Hier ein paar Fotos vom letzten Sonntag:

1.jpg

2.jpg

3.jpg

41.jpg

Und dazu noch das passende Hoehenprofil:

profil.jpg
Auf der gesamten Strecke von 22 km waren das etwa 750 Hoehenmeter, ein Riesen-Spass. Die erste Haelfte der Strecke ging ueber Stock und Stein auf kleinen Pfaden (siehe Bilder) und der zweite Teil dann zurueck zum Ausgangspunkt entlang der asphaltierten und sehr wenig befahrenen Straße.

…und noch das passende Video dazu:

Weitere Fotos gibts hier: Geburtstagslauf Fotoalbum

An den anderen Tagen (Mo, Mi, Fr) baue ich mir entweder eine wohlverdiente Pause ein oder ich laufe 45 - 60 min bei einem Tempo von 4:30 bis 5:00 min/km. Am zweiten Wochenend-Tag gibts dann meistens noch eine zweite laengere Einheit von 90 - 120 min (Tempo 4:30 bis 5:00 min/km) und baue noch 1 - 2 Abschnitte im Marathon-Tempo ein (z. B. 5 km bei 4:15 min/km).

Das ist es auch schon ;-)

Am folgenden Wochenende gibts  meine letzte lange Einheit vor dem Marathon in Bonn (der ist in 18 Tagen) mit 150 min und 2 x 5 km im MT.   

Kategorien: Training
Tagged: ,